079

 

Projektdaten

Projekt

Jüdisches Museum Franken

 Königstraße 89
90762 Fürth
PlanverfasserInnen

ARGE Gatz, kuntz+manz (Entwurf)
umarchitekt (Ausführung)
Bamberg

BauherrKulturstiftung Fürth im Sondervermögen der DT Deutsche Stiftungstreuhand AG, Fürth

Projektbeschreibung

GENISA - ein abgeschlossenes Zimmer , das Zeugnisse jüdischer Geschichte in sich birgt - Dieses Motiv hat sich als Leitidee festgesetzt und bildet die Grundlage des Entwurfes. Im übertragenen Sinne wird dieser Raum als Haus im heutigen Kontext neu definiert. Es ist offen um zu entdecken, zu forschen, zu bewahren und auszustellen. Ein Haus offen für die Vermittlung unterschiedlicher Kulturen. In logischer Konsequenz entwickelt sich die architektonische Kubatur aus der innenräumlichen Organisation. Im Wechselspiel von Verbindung Alt - Neu so wie Fluchten und Kanten im Stadtraum wird die Verknüpfung der Gebäudeteile in der Öffnung zur Stadt mit hohem ästhetischen Ausdruck gefunden. Das Erscheinungsbild der Fassade ist von besonderer Bedeutung. Als hinterlüftete Klinkerfassade, mit erhabenen und zurückspringenden Ziegelsteinen unregelmäßig vermauert, wird eine raue Oberfläche geformt, die je nach Lichtverhältnissen gewollt mal sanfte mal scharfe Konturen erkennen lässt. Zusätzlich erhält die Fassade eine ockerfarbige Schlämme, die das Fugenbild egalisiert und die Homogenität des Fassadenmaterials verstärkt. So wird zum einen eine harmonische Einfügung in den Fassadenduktus des Stadtkontextes erreicht, zum anderen nicht unbewußt der Bezug zur Westwand am Tempelberg in Jerusalem hergestellt.