Wohn- und Geschäftshaus Ehemaliges Feuerwehrareal

Lorenzen Mayer Architekten

Gekonnter Übergang

Zwei helle Ziegel-Baukörper ebnen den Weg in die Altstadt von Celle
 

Die Setzung der Volumina auf dem Feuerwehrareal, das Teil der ehemaligen Festungsanlagen in Celle ist, reflektiert komplexe städtebauliche Rahmenbedingungen. Nach Schleifung der Festungsanlagen war der Bereich zunächst Gartennutzungen vorbehalten, bevor im 19. und 20. Jahrhundert eine flächendeckende, eher heterogene Bebauung des Walls begann.

Zwei durch den Stadtgraben getrennte Baukörper formulieren räumlich einen Stadteingang. Ein kleiner Platz markiert den Übergang in die Altstadt. Feste bauliche Kanten setzen Endpunkte für die offene Bebauung des südlichen Walls. Zum Stadtgraben hingegen nehmen die Baukörper den Duktus der gewachsenen offenen Bebauung des Walls auf. Aufgelöste Raumkanten suchen den Bezug zum Graben und zum Landschaftsraum des „Französischen Gartens“. Die ausgeprägte Dachlandschaft der beiden Stadtbausteine orientiert sich an der Bebauung des Wallgrabens und hebt sich von der Kleinmaßstäblichkeit der Dachformen von Alt- und Vorstadt ab. Die Gestaltung der Fassaden verarbeitet Motive aus dem stadträumlichen Umfeld: Es entstehen leichte Versprünge in der Gebäudekubatur, Lochfassaden werden variiert und Ziegel als ortstypisches Material eingesetzt. Das Nutzungskonzept sieht in den Erdgeschossen flexibel teilbare Handelsflächen vor. In den Obergeschossen entstehen 28 individuell geschnittene Wohnungen.

Ort
Celle
Fertigstellung
05/2019
Bauherr
WWB WeserWohnbau Holding GmbH & Co. KG
Architekt
Lorenzen Mayer Architekten
Tragwerksplanung
Concretec GmbH & Co. KG, Hude
Ausführung Mauerwerk
B. Kathmann Bauunternehmung GmbH u. Co. KG, Bremen
Konstruktion
Mehrschalige Bauweise
Wohneinheiten
28
Baukosten (KG 300/BGF)
892 Euro/m2

Pläne

Lageplan
Grundriss OG
Grundriss EG
Schnitt-Ansicht
Schnitt
Ansicht
Ansicht
Ansicht