Hotel Werk 17 München

Hild und K Berlin

Reminiszenz an die Industriekultur

Ziegel und Beton halten das Flair des ehemaligen Industrieareals lebendig


Ein ehemals industriell genutztes Areal hinter dem Münchner Ostbahnhof wird aktuell einer Umstrukturierung unterzogen. Das Werksviertel München will Wohnen und Arbeiten auf bisher einzigartige Weise mit Gastronomie und Kultur verbinden. Auf dem Erhalt des besonderen Charakters des Ortes liegt dabei großes Augenmerk. 
Die Fassade des Hotels Werk 17 reagiert mit den Materialien Klinker und Beton auf die industriell geprägte Umgebung. Großformatige Ziegel wurden in Elemente aus eingefärbtem Beton eingelegt. Dies erlaubt es, sie wie in einem Lamellenvorhang geschuppt anzuordnen. Das Relief erzeugt ein lebendiges, weil je nach Sonnenstand und Perspektive wechselndes Bild aus Licht und Schatten. Eine Reminiszenz auch an die Lehmstadt München und die lebendigen Oberflächen ihrer historischen Ziegelbauten.
Das Hotel wurde mit einer mehrschichtigen Fertigteilfassade errichtet. Um Abläufe zeitlich zu optimieren, wurden die entsprechenden Elemente aus Tragschale, Dämmung und Sichtschale parallel zur Rohbauerstellung  gefertigt. 
Optisch entspricht die Fassade dennoch nicht dem Klischee des „Plattenbaus“. Vielmehr bestimmt die Präzision, in der die einzelnen Elemente gefertigt wurden, auch deren äußere Erscheinungsweise. Die schuppenartige Anordnung der Klinkerriemchen wäre in dieser Exaktheit vor Ort kaum zu realisieren gewesen.

Ort
München
Fertigstellung
04/2020
Bauherr
Otec GmbH & Co. KG
Architekt
Hild und K Berlin
Tragwerksplanung
Berk + Partner Bauingenieure GmbH, München
Ausführung Mauerwerk
Hemmerlein Ingenieurbau GmbH, Bodenwöhr
Konstruktion
Mehrschalige Bauweise

Pläne

Grundriss EG
Grundriss 1.-3.OG
Grundriss 4.-6.OG