Eisenbahnmuseum Bochum

Max Dudler

Nächster Halt: Vergangenheit

Das Eisenbahnmuseum lässt Besucher Eisenbahngeschichte hautnah erleben
 

Das 1977 gegründete Eisenbahnmuseum in Bochum-Dahlhausen ist eines der größten Museen seiner Art in Deutschland. Historische Schienenfahrzeuge und Gebäude zeugen vom technischen Fortschritt. Dem Museum verschafft der Neubau eine klare Eingangssituation, die den Besucher in das weiträumige Außengelände leitet. Der eingeschossige Ziegelbau mit der turmartig emporragenden Eingangsfront fügt sich als skulpturaler Körper in das Areal. Mit dem vorgelagerten Museumsbahnsteig bildet er eine Figur, deren Dynamik den Schwung der umgebenden Gleisanlagen nachzeichnet. Beton, Stahl und Klinker nehmen das Echo der alten Eisenbahngebäude und des von Schwerindustrie geprägten Ruhrgebiets auf und schreiben es in einer zeitgenössischen Architektur fort. Der monolithisch wirkende Turm dient als Foyer und Landmarke mit Signalfunktion zugleich. Er eröffnet den Blick in den schmalen, langgestreckten Museumsraum, der erste Ausstellungsstücke präsentiert und sich durch ein großes Fenster auf die Gleise öffnet. Roher Sichtbeton verleiht dem Innenraum industriellen Charakter, die sichtbar verlegte Technik betont dabei den linearen Raumfluss. Der Turm projiziert den Blick gleichzeitig in die Vertikale: in einem vollkommen leeren, nach oben offenen Raum sieht der Besucher in die Höhe und bis in den Himmel.

Ort
Bochum
Fertigstellung
09/2019
Bauherr
Stadt Bochum
Architekt
Max Dudler
Tragwerksplanung
ZPP Ingenieure AG Bochum
Ausführung Mauerwerk
Kreativ GmbH Essen
Konstruktion
Mehrschalige Bauweise

Pläne

Lageplan
Grundriss
Schnitt